SZ 05.05.2026
16:27 Uhr

Premiere im Champions-League-Halbfinale: Neues FC-Bayern-Trikot mit kuriosem Kakadu kommt an – doch ein Detail fehlt


Beim Rückspiel gegen Paris Saint-Germain stellt der FC Bayern München das rot-weiße Shirt vor, für das es einen ungewöhnlichen Aufnäher gibt. Was es mit dem Vogel auf sich hat.

Premiere im Champions-League-Halbfinale: Neues FC-Bayern-Trikot mit kuriosem Kakadu kommt an – doch ein Detail fehlt
Optional bestellbar: Der Kakadu-Aufnäher fürs Bayern-Trikot kostet zehn Euro extra. FCB

Besonderer Anlass, besonderer Anzug: Der FC Bayern München wird beim Rückspiel des Champions-League-Halbfinals am Mittwochabend in der Allianz-Arena (21 Uhr, Dazn) gegen Paris Saint-Germain sein neues Heimtrikot vorführen. Dieses ist in den traditionellen Vereinsfarben Rot und Weiß gehalten – weist aber einige Besonderheiten auf.

Über Brust und Rücken ziehen sich feine, dunkle Streifen, die an Nadelstreifen erinnern. Auf der Rückseite, über der Spielnummer, steht nur noch FC Bayern. Das München muss man sich hinzudenken.

Die Bande zwischen Stadt und Verein waren in den vergangenen Jahren immer wieder mal enger, mal loser geknüpft. Als der Verein sein Auswärtstrikot für die Spielzeit 2022/23 vorstellte, war er noch stolz darauf, dass dieses (auch) ein Münchner Kindl zierte. Die Aktion wurde damals mit dem Slogan „Auch auswärts dahoam“ beworben, Vorstandsmitglied Jan-Christian Dreesen ließ sich mit den Sätzen zitieren: „Der FC Bayern ist stolz auf seine Münchner Wurzeln. (…) Diese Art von Doppelpässen wirken weit über den Fußball hinaus.“ Dieter Reiter (SPD), damals Oberbürgermeister und Mitglied des Verwaltungsbeirats des Klubs, sagte: „Der FC Bayern ist ein echtes Münchner Kindl.“

Auch in diesem Jahr wird der Verein seine Meisterfeiern auf dem Balkon des Rathauses ausrichten. Am Sonntag, 17. Mai, wird sich das Männerteam dort um 13.30 Uhr präsentieren. Für die Frauen-Equipe wird es einen eigenen Termin geben, da diese an dem Tag ihr letztes Auswärtsspiel beim Hamburger SV bestreitet. Das Trikot-Design der Männer und der Frauen ist das gleiche. Es wird bereits zum Ende der Vorsaison vorgestellt – um die Trikot-Verkäufe anzukurbeln.

Offenbar gelingt das. Der Verein meldet, dass es aufgrund der Nachfrage bei Online-Bestellungen zu Verzögerungen kommen könne, was auch an einem besonderen Accessoire liege: einem Kakadu-Aufnäher, der sich zusätzlich ordern lässt.

Der Badge zeigt eine stilisierte Nachahmung einer Porzellanfigur, die die Männer-Mannschaft in der vergangenen Saison bei einer Feier im Münchner Restaurant „Käfer“ mitgehen ließ. Der Vogel wurde so etwas wie ein Maskottchen des Teams und zierte bereits die T-Shirts, in denen die Spieler im April die 35. Deutsche Meisterschaft für den Klub feierten.

Auch das an der Prinzregentenstraße gelegene Lokal, in dem seit Längerem Vereinsfeiern stattfinden, vermarktet den Kakadu inzwischen offensiv. Es gibt eine eigene Kakadu-Stube, in der Fotos des entführten Vogels mit der jubelnden Mannschaft aufgehängt wurden. An der Wand ist zudem ein Geschwisterchen angebracht – hinter einem Gitter, damit dieses Exemplar nicht auch die Flatter macht.

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Für Firmenchef Michael Käfer ist es aktuell „der berühmteste Vogel Deutschlands“. Kein Wunder, dass im Doppelpass mit dem FC Bayern auch ein entsprechendes Merchandising aufgelegt wurde. So gibt es einen Plüsch-Kakadu (29,70 Euro), Kakadu-Schaumwein (25 Euro), Kakadu-Tassen (15 Euro), Kakadu-Popcorn (6 Euro), Kakadu-Brezenchips (6 Euro) und noch einige andere Kakaduereien mehr.

Das Tier stehe „als Symbol für Teamgeist, Tradition und besondere Momente“: So verspricht es eine Werbetafel vor dem opulenten Angebot, das vor dem Champions-League-Rückspiel, zu dem an diesem Mittwoch viele Fans in München erwartet werden, in dem Geschäft weit nach vorne gerückt wurde.

Feinkost-Gastronom Michael Käfer macht seine ganz eigenen Beobachtungen über die Bedürfnisse der Menschen in München vor und an den Feiertagen. Ein Gespräch über opulente Partys und echte Freunde.

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